Kirschlorbeer: Tipps und Ratgeber zu dieser Pflanze

Nicht erst in den letzten Jahren ist der Kirschlorbeer eine der beliebtesten immergrünen Pflanzen in deutschen Gärten. Speziell Hecken werden immer wieder gern mit dem Prunus laurocerasus angelegt, wie die botanische Bezeichnung lautet.  Die dunklen sattgrünen Blätter, die schöne weiße Blüte und die Anspruchslosigkeit der schnell wachsenden Pflanze sind einige der Gründe für den großen Zuspruch.


Herkunft

Der Kirschlorbeer stammt ursprünglich aus den Regionen Kaukasus, Kleinasien und Persien. Von dort kam er vorrangig als Zierpflanzen-Import nach Mitteleuropa. Über Züchtungen ist er inzwischen winterhart und eignet sich somit auch als immergrüne Verschönerung von Gärten hierzulande.

Beschreibung

Botanisch gesehen muss der Kirschlorbeer eigentlich Lorbeerkirsche heißen, da er als Prunus zu den Spiraeoideae gehört. Dabei handelt es sich um Steinobstgewächse aus der Gattung der Rosengewächse. Denn der Kirschlorbeer verfügt zwar über Blätter, die dem Lorbeer stark ähneln, aber prägend ist die kirschähnliche Frucht der Pflanze. Diese wird nach einer weißen und schön anzusehenden Blüte gebildet. In Traubenform hängen dann zunächst je nach Sorte meistens erst rote und dann fast schwarze Früchte am Prunus. Aus diesen kann sogar eine Marmelade gewonnen werden. Für den Hobbygärtner interessant ist jedoch das starke Wachstum des Kirschlorbeers. Die meisten Sorten wachsen sehr schnell und erreichen eine Höhe von zwei bis vier Metern und eine Breite von einen bis drei Metern.

Immergrüner Liebling nicht nur als Hecke

Ideal ist die Verzweigung des Kirschlorbeers bei einem Rückschnitt. Denn diese trägt erheblich dazu bei, dass diese Pflanze gern als Hecke angelegt wird. Durch das schnelle Wachstum erreicht diese bei geringem Pflegeaufwand schnell eine Höhe und Dichte, die als Sichtschutz ausreichend ist. Aber auch einzeln gepflanzt kann der Kirschlorbeer punktuell als Sichtschutz oder optischer Akzent im Garten eingesetzt werden. Gerade die leichte Formbarkeit des Grüns macht die Pflanze zudem zum idealen Objekt von geometrischen Schnitten.

Robust und pflegeleicht

Abgesehen von seinem Wasserdurst ist der Kirschlorbeer ein sehr pflegeleichtes Gewächs im eigenen Garten. Er verträgt viel Schatten so gut wie Sonne, eignet sich gut für eine Unterpflanzung von Bäumen, kommt mit wenig Nährstoffen aus und muss nur ein- oder zweimal im Jahr geschnitten werden. Nachteilig wirken lediglich Staunässe und starke Sonneneinstrahlung. Speziell in kalten Wintern verliert der Prunus laurocerasus schnell Blätter, wenn er aus dem gefrorenen Boden zu wenig Wasser ziehen kann.