Kirschlorbeer düngen

Kirschlorbeer ist eine Pflanze, dessen Sorten fast alles relativ schnell wachsen. Für einen guten und kräftigen Wuchs sind allerdings auch Nährstoffe und ein geeigneter Boden notwendig. Auch wenn der Strauch nur wenig Dünger benötigt, sollten Kirschlorbeeren im Frühjahr mit zusätzlichen Nährstoffen versorgt werden. Dabei ist allerdings eine Überdüngung eher schädlich.

Gute Grundlage: Mulch und Hornspäne

Die vielleicht beste Grundlage, um den Boden mäßig nährstoffreich zu halten, sind Mulch und Hornspäne. Eine gute Schicht Mulch ist nicht nur nützlich, um Bodenfrost zu vermindern und damit die Überwinterung des Gewächses zu vereinfachen. Mulch enthält auch viele Nährstoffe, die der Kirschlorbeer dankend annimmt. In Kombination mit gutem Mutterboden ist das in den meisten Fällen bei einem guten Standort schon ausreichend. Zusätzlich ist zu empfehlen, eine geringe Menge Hornspäne im Boden zu verteilen. Dieser natürliche Dünger enthält das wichtige Nitrat und wird langfristig durch Mikroorganismen in den Boden abgegeben. Damit ist Hornspäne oder auch Hornmehl ein Langzeitdünger.

Bei Problemen: Kunstdünger mit Kalium

Kommt es zu Wachstumsproblemen oder wirkt das Geäst des Kirschlorbeers zu weich, kann ein Kaliummangel Ursache sein. In diesen Fällen sollte in geringen Mengen ein Kunstdünger mit Kalium aufgetragen werden. Dieser macht die Pflanzenfasern fester und widerstandsfähiger, sodass auch Krankheitserreger und Pilze weniger Möglichkeiten haben, den Kirschlorbeer anzugreifen. Bei einem normalen Wachstum ist dieser Dünger jedoch nicht nötig und kann bei zu großen Mengen zur Überdüngung führen. Dieses quittiert die Pflanze mit hängenden gelben oder braunen Blättern. Kalium-Dünger sollte im Spätsommer oder frühen Herbst in den Boden gegeben werden.

Düngen mit Kompost und Mist

Komposterde und Mist enthalten wie Mutterboden und Mulch viele Nährstoffe. Besonders Kompost ist optimal, um den Kirschlorbeer mit allen notwendigen Stoffen zu versorgen. Es ist ausreichend, einmal im Jahr, möglichst im Frühjahr, eine dünne Schicht Komposterde auf den Boden des Wurzelbereichs aufzutragen und mit einer Harke leicht in den Untergrund einzuarbeiten. Die ausgewogene Nährstoffkombination wird dann nach und nach aufgenommen.

Nur in Ausnahmen: Flüssigdünger und Volldünger

Der Boden um den Kirschlorbeer herum muss nur mäßig nährstoffreich sein. Daher sollten Flüssigdünger oder auch Volldünger aus dem Fachhandel nur in Ausnahmen und gezielt sowie nach Anleitung eingesetzt werden. Zum Beispiel ist es so möglich, schnelle Wachstumsschübe einzuleiten.

Bodenqualität

Guter Dünger nutzt nur dann etwas, wenn der Kirschlorbeer die Nährstoffe auch aufnehmen kann. Dazu ist ein gesunder und guter Boden erforderlich. Staunässe ist ebenso schädlich wie ein saurer Boden oder ein zu trockener. Je nach Standort muss auch der Boden entsprechend aufbereitet werden, um der Pflanze beste Wachstumsbedingungen zu bieten.