Kirschlorbeer ist giftig

Obwohl Kirschlorbeer den Ruf hat, für Menschen und Tiere giftig zu sein, gibt es dennoch Gelee und Marmelade. Daher stellt sich für viele Hobbygärtner und besonders Eltern die Frage: Ist Kirschlorbeer giftig oder nicht?

Grundsätzlich enthalten alle Pflanzenteile des Kirschlorbeers giftige Substanzen. Speziell die Blätter und die Samen sind giftig. Problematisch für den Menschen sind die Steine der Kirschfrüchte, die Gift enthalten und von Kindern probiert werden könnten.

Die Pflanze enthält Prunasin, die im Magen zu Blausäure wird und zu Vergiftungserscheinungen führen kann. Davon betroffen sind insbesondere Kinder, die bereits bei geringeren Mengen von zerkauten Samen mit Folgen der Substanzen zu kämpfen haben. Wichtig: Beim Verzehr zerkauter Samen, Kerne oder Blätter wird so viel Blausäure freigesetzt, dass je nach Menge sogar Atemstillstand oder Bewusstlosigkeit drohen kann. Ein Verschlucken eines einzelnen oder weniger unzerkauter Steine gilt dagegen als ungefährlich.

Vergiftung durch Kirschlorbeer

Die besonders giftigen Teile der Pflanze haben einen unangenehmen Eigengeschmack, sodass nicht damit zu rechnen ist, dass Kinder oder auch Erwachsene eine größere Menge verzehren. Dennoch reichen zum Beispiel schon wenige zerkaute Samen aus, um so viel Blausäure freizusetzen, dass der Körper reagiert. Es kommt zu Übelkeit, Erbrechen, Schwindelgefühle und Magenschmerzen. Vereinzelt kann es auch zu Hautrötungen kommen. Es können noch weitere Symptome bei einer Kirschlorbeervergiftung auftreten, deshalb ersetzt dieser Artikel kein ärztliches Beratungsgespräch.

Gegenmaßnahmen

Bei einer Kirschlorbeervergiftung muss sofort ein Arzt aufgesucht werden!

Auch Tiere betroffen

Der Kirschlorbeer ist nicht nur für Menschen giftig. Auch Tiere wie Pferde, Kühe, Schafe, Nagetiere, Hunde und Katzen sowie Vögel können sich vergiften. Die für eine lebensbedrohliche Dosis erforderliche Menge ist allerdings so groß, dass es selten zu tödlichen Folgen kommt.

Kirschlorbeer vorausschauend pflanzen

Obwohl nicht damit zu rechnen ist, dass ein Kind, Erwachsener oder ein Haustier größere Mengen Früchte, Samen oder Blätter vom Kirschlorbeer probiert, sollte das Gewächs mit Bedacht gepflanzt werden. An Schulwegen sollten die Früchte regelmäßig entfernet werden und an Weiden sollte auf eine Bepflanzung verzichtet werden.