Kirschlorbeer: Pflegetipps

Der Kirschlorbeer gilt in seiner Heimat als ein sehr robustes und pflegeleichtes Gewächs. In Mitteleuropa hatte die Pflanze lange mit dem Winterfrost zu kämpfen, die zu trockenen Blättern führte. Der immergrüne Strauch wird dann schnell unansehnlich und erweckt fälschlicherweise den Eindruck, er wäre abgestorben. Durch Züchtungen von neuen Sorten mit größerer Winterhärte ist er aber nicht nur in den Gärten Mitteleuropas angeklommen, sondern wildert sich selbst auch vielerorts aus. Trotz der robusten Winterhärte und wenig Aufwands bei der Pflege gibt es einige Tipps, wie man mit dem Kirschlorbeer am besten umgehen sollte, um der Pflanze ein optimales Wachsen und Gedeihen zu ermöglichen.

Tipp 1: viel Wasser

Der Kirschlorbeer ist ein starker Verdunster. Dadurch entsteht ein erhöhter Wasserbedarf, den das Gewächs nicht immer auseichend über die Feuchtigkeit im Gartenboden decken kann. Das gilt für heiße Sommertage und für sonnige und kalte Wintertage gleichermaßen. Hobbygärtner sollten daher immer darauf achten, dass die Wurzeln ausreichend Wasser bekommen, ohne dass Staunässe entsteht.

Tipp 2: windgeschützte Standorte

Wind macht den Kirschlorbeer anfällig für ein schnelleres Austrocknen. Das gilt insbesondere im Winter. Daher sollte die Pflanze möglichst etwas windgeschützt stehen. Das gilt insbesondere für nur schwach oder normal winterharte Sorten. Auch unter Bäumen wächst die Pflanze sehr gut.

Tipp 3: der richtige Schnitt

Dem Prunus bekommt es nicht, wenn er mitten im Sommer oder direkt am Blatt geschnitten wird. Ideal ist es, mit einer scharfen Gartenschere direkt am Zweig zurückzuschneiden. Der Kirschlorbeer verkraftet dabei auch einen drastischen Rückschnitt. Allerdings sollte man insbesondere beim Schneiden von Hecken darauf achten, die Blätter nicht zu zerschneiden, sonst werden diese gelb bzw. braun und fallen ab. Ideale Zeitpunkte sind Frühjahr und Herbst.

Tipp 4: wenig Dünger

Der Kirschlorbeer benötigt in der Regel nur wenig Düngerzufuhr. Ideal sind Langzeitdünger wie Hornspäne oder vergleichbare Mittel. Ein guter Mutterboden mit Kompost und ggf. Mist ist aber meistens ausreichend. Ist der Boden zu sauer, sollte etwas Kalium als Dünger gestreut werden.

Tipp 5: Pilze sofort bekämpfen

Pilzkrankheiten sind meistens ein Zeichen für einen schlechten Wasserhaushalt. Der Kirschlorbeer steht dann oft zu feucht. Hier sollte zunächst der Pilz umgehend durch Rückschnitt oder ggf. ein Fungizid entfernt werden. Anschließend muss aber auch der Wasserhaushalt überprüft werden. Kann zum Beispiel Staunässe nicht verhindert werden, sollte die Pflanze möglichst umgesetzt werden.

Tipp 6: Überwintern

Die meisten im Handel gängigen Sorten des Kirschlorbeers sind winterhart. An sonnigen und windigen Standorten sollten die Pflanzen dennoch etwas durch aufgeschütteten Mulch oder mit einem Vlies vor dem Vertrocknen durch Wintersonne und Bodenfrost geschützt werden.