Kirschlorbeer vermehren

Kirschlorbeer ist eine schöne Zierpflanze. In vielen Fällen schmückt sie punktuell den Garten. Aber auch als Hecke und als Sichtschutz ist das Gewächs wegen seines schnellen Wachstums sehr beliebt. Aber eine Hecke anzulegen, ist umso teurer, je länger sie werden soll. Für Hobbygärtner ein Argument, selbst zu vermehren und zu züchten, um die Kosten für den Kauf vieler Stecklinge zu sparen. Selbstaussaat kann dabei helfen, denn die Pflanze erzeugt nach und nach kleine Jungpflanzen. Um genauer planen zu können, sind jedoch professionelle Methoden unabdingbar.

Aufzucht mit Samen

Mit Samen einen Kirschlorbeer züchten zu wollen, ist eine vergleichsweise aufwendige Möglichkeit. Denn die Fruchtkerne müssen erst keimen. Die Kaltkeimer benötigen kühle Erde und Feuchtigkeit und keimen eher langsam. In den meisten Fällen lohnt sich die Arbeit nicht, da es schnellere und ebenso günstige Methoden gibt, den Kirschlorbeer zu vermehren. Dennoch kann das Aussäen von Samen zu Erfolgen führen, wenn man den Samen Zeit gibt, sich langsam zu entwickeln. Für eine schnell gezogene Hecke ist diese Methode jedoch unbrauchbar.

Vermehrung durch Absenker

Absenker sind Zweige, die bodennah am Kirschlorbeer wachsen. Diese werden etwa halbtief eingeschnitten. Anschließend wird die Schnittstelle auf den Boden gebogen und dann mit Erde aufgeschüttet, sodass diese sich unter der Erdoberfläche befindet, während die Zweigspitze weiter aus dem Boden schaut. Mit einem Metallstab oder einem schweren Gegenstand wie einem Stein wird der Ast unter der Erde gehalten. Nach etwa knapp zwei Monaten hat der Absenker eigene Wurzeln gebildet und kann vom Mutterbusch abgetrennt werden. Nun lässt sich der neue Kirschlorbeer in einem Kübel anpflanzen, bis er die gewünschte Größe zum Umsetzen in den Garten hat.

Vermehrung durch Stecklinge

Bei der Vermehrung von Stecklingen nutzt man abgeschnittene Zweige des Kirschlorbeers. Diese werden auf rund 30 cm geschnitten und von fast allen Blättern befreit, da diese ohne Wurzeln nicht versorgt werden können und nur Wachstumsenergie beanspruchen würden. Alternativ können die Blätter auch zur Hälfte abgeschnitten werden. Das abgeschnittene Ende des Kirschlorbeer-Stecklings wird in lockeren Boden gesteckt, der stets feucht gehalten werden sollte. Nach einiger Zeit entwickeln sich wurzeln. Um das Wurzelwachstum zu beschleunigen, kann auch die obere Triebspitze des Stecklings gekappt werden. Alternativ lassen sich Stecklinge in einen Wasserbehälter stellen. Auch hier bilden sich nach einiger Zeit Wurzeln. Sind diese etwa vier bis fünf Zentimeter lang, kann der Steckling angepflanzt werden.