Lorbeerkirsche

Kirschlorbeer oder Lorbeerkirsche – der Name der Pflanze

Der Name Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) geht auf die äußer Erscheinung dieses Gewächses zurück. Die Blätter ähneln sehr stark dem Echten Lorbeer (Laurus nobilis), der in der Küche genutzt wird, um Speisen zu verfeinern, oder in der Antike zum Siegerkranz gebunden wurde. Die Unterscheidung anhand der Blätter ist schwer, da sich beide Arten hier nur in Nuancen unterscheiden. Der zweite Teil des Namens stammt von den kirschähnlichen schwarzen Früchten, die fast in Traubenform wachsen. So setzte man die beiden wichtigsten Erkennungsmerkmale im Volksmund zusammen und herausgekommen ist der Name Kirschlorbeer.

Botanisch korrekt: Lorbeer-Kirsche

Botanisch gesehen ist der Name aber nicht korrekt. Vielmehr handelt es sich um eine Pflanze, die Lorbeerkirsche heißt. Ganz korrekt ist sogar die Schreibweise mit Bindestrich: Lorbeer-Kirsche. Mit dem Echten Lorbeer ist das Gewächs praktisch nicht verwandt. Vielmehr handelt es sich um ein Rosengewächs (Rosaceae) aus der Unterfamilie der Steinobstgewächse (Amygdaleae) und der Gattung Prunus. Zu dieser Gattung gehören viele Obstgewächse wie zum Beispiel Schlehdorn, Kirsche, Vogelkirsche und Mandel. Damit besteht eine deutliche Verwandtschaft zu Kirschen, weshalb der botanisch richtige Name Lorbeer-Kirsche ist, wobei die Vorsilbe auf die Form der Blätter zurückzuführen ist.

Beide Begriffe werden synonym genutzt

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Kirschlorbeer und Lorbeerkirsche synonym genutzt. Verbreiteter ist der Name Kirschlorbeer. Das gilt sogar für Gärtnereien und den Fachhandel, da die korrekte Bezeichnung außerhalb eines Expertenkreises kaum genutzt wird bzw. bekannt ist. Gleichgültig, ob der eine oder andere Name genutzt wird, handelt es sich um die gleiche Pflanze: Prunus laurocerasus.